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Der Unterschied zwischen Co-Browsing und Bildschirmfreigabe

Bildschirmfreigabe kennt jeder – sie zeigt Ihren gesamten Bildschirm, inklusive sensibler Informationen.
Aber was ist Co-Browsing? Dieser Frage haben wir einen eigenen Artikel gewidmet.

Kurz zusammengefasst: Co-Browsing, auch als „collaborative browsing" bekannt, ist ein Echtzeit-Kollaborationstool, mit dem ein Agent gemeinsam mit einem Kunden sicher auf einer bestimmten Webseite navigieren kann – ohne Zugriff auf dessen gesamten Bildschirm oder persönliche Daten.

Das Ergebnis ist eine gezielte Interaktion, die Sicherheit und Datenschutz erhöht, da persönliche Daten (z. B. Passwörter, Benachrichtigungen, andere Tabs) verborgen bleiben.

Aus Sicht der Customer Experience ist Co-Browsing schneller, fokussierter und weniger aufdringlich als Bildschirmfreigabe und ermöglicht so reibungslosere Support-Interaktionen – ganz ohne Software-Download oder umfassende Zugriffsrechte.

Im Rahmen von Digitalisierungsinitiativen fragen sich viele Finanzinstitute, ob Bildschirmfreigabe ausreicht oder ob sie die weiterreichenden Möglichkeiten von Co-Browsing benötigen. Die kurze Antwort: In praktisch jedem Kontext – von der Datensicherheit bis zum verbesserten Kundenerlebnis – ist Co-Browsing die bessere Option, um den Erfolg im Service zu sichern. 

Worin sich Co-Browsing und Bildschirmfreigabe unterscheiden 

Bevor wir betrachten, wie Co-Browsing-Technologie für reibungslosere Customer Journeys und stärkeres Kundenengagement eingesetzt werden kann, lohnt sich ein Blick auf die zentralen Unterschiede.

Co-Browsing ermöglicht bessere Zusammenarbeit

Bei der Bildschirmfreigabe gewährt eine Partei anderen Teilnehmern aus der Ferne Einblick in ihren Bildschirm. Wer den Bildschirm nur ansieht, hat dabei keine Kontrolle über das Geschehen: kein Hervorheben, kein Scrollen, keine Unterschrift oder Ähnliches ist möglich. 

Co-Browsing hingegen ermöglicht genau das. Ob beim gemeinsamen Ansehen eines Dokuments, beim Browsen einer Webseite oder in weiteren typischen Co-Browsing-Anwendungsfällen – Teilnehmer aus der Ferne können aktiv mit dem Bildschirm interagieren. 

Während einer Co-Browsing-Sitzung kann ein Kundenservice-Agent:

  • Kundenanliegen lösen, indem er sich in Echtzeit in die Browsing-Sitzung einklinkt 
  • Dokumente sicher gemeinsam ansehen und teilen
  • Kunden bei Transaktionen begleiten, wenn Unterstützung benötigt wird
  • Kontextbezogene Informationen einsehen, um ein Telefon- oder Chat-Gespräch gezielt aufzuwerten und effizienter zu gestalten

Co-Browsing gewährleistet Sicherheit und Datenschutz

Ist Co-Browsing sicher? Die einfache Antwort: ja – das macht es ideal für sensible Projekte wie eBanking-Migrationen.

Bei der Bildschirmfreigabe können Sie entweder einen einzelnen Browser-Tab oder Ihren gesamten Desktop freigeben. Es gibt kaum weitere Möglichkeiten, Informationen zu verbergen, die Sie nicht teilen möchten. Arbeiten Sie beispielsweise mit Finanzdokumenten, werden sensible Details wie Kontostand oder Kreditkartennummern automatisch an alle Beteiligten übermittelt. 

Co-Browsing verhindert genau das – etwa durch Field Masking oder die Möglichkeit, bestimmte Elemente zu überspringen und so gezielt auszublenden. Das Finanzinstitut kann darüber hinaus festlegen, welche Websites Agenten während einer Universal-Co-Browsing-Sitzung nutzen dürfen, einzelne Website-Elemente ausblenden und mehr. 

Möglich wird dies, weil die Co-Browsing-Lösung browserbasiert arbeitet und das DOM (Document Object Model) nutzt, um den Browser des Besuchers zu erfassen und für den Agenten nachzubilden. Die DOM-Erfassung läuft im Browser des Besuchers und übermittelt einen „Klon" des visuellen Zustands an den Agenten – ganz ohne Installation für den Besucher. 

Das bringt den zusätzlichen Vorteil, dass alle Interaktionen zwischen Kunde und Berater compliant bleiben und gemäss regulatorischen Anforderungen aufgezeichnet werden können – ohne den Kunden einem Risiko auszusetzen. 

Bildschirmfreigabe hingegen gibt den gesamten Bildschirm oder die gesamte Anwendung ohne Einschränkungen frei. Dabei werden Informationen als Bilddateien (JPEGs und GIFs) oder als einzelne Pixel mit X- und Y-Koordinaten übertragen.

Co-Browsing und Bildschirmfreigabe im Vergleich:  

Unblu Co-BrowsingBildschirmfreigabe
Garantie, dass nur der gewählte Inhalt geteilt wird (sicher auf den Browser begrenzt, keine Anzeige von Inhalten ausserhalb eines Browsers)Ja Nein
Field Masking ausgewählter Kundenelemente (keine Übertragung/Sichtbarkeit für Agenten)Ja Nein
Agent-Tool: Scrollen, um Seitenbereiche zu sehen, auch wenn der Kunde nicht dorthin gescrollt hatJa Nein
Agent-Tool: Ausfüllen von Formularen für KundenJa Nein
Agent-Tool: Klicken auf Elemente für KundenJa Nein
Verfügbar auf allen BrowsernJa Ja
Integration in bestehende AppsJa Nein
Agent-Tool: Hervorheben des Bildschirms des KundenJa Nein
Nichts herunterzuladen / zu installieren für den KundenJa Ja
Gesamten Bildschirm sehen Nein Ja
Excel-Dateien teilen Ja Ja
Interne Anwendungen teilen Ja Ja
Native App-FunktionenJaNein
Enthält UnterschriftsfunktionenJaNein
Teilen und sichere Speicherung von DokumentenJaNein

Warum Co-Browsing für Finanzinstitute die bessere Wahl ist

Das sicherere und stärker kollaborative Browsing-Erlebnis von Co-Browsing macht die Lösung besonders geeignet für den Finanzdienstleistungskontext. 

Kundenservice-Erlebnis

Empfohlenes Tool: Embedded Co-Browsing

Mit dem Aufkommen von digitalem oder hybridem Banking entstehen mehr Touchpoints – und damit mehr Gelegenheiten für unerwünschte Friktion auf Kundenseite. Das kann an jedem Punkt der Journey passieren, an dem visuelles Engagement gefragt ist: von einer unbefriedigenden Erfahrung mit Self-Service-Tools über komplexe Transaktionen bis hin zum Wealth-Management-Kontext, in dem Kunden eine persönliche, tiefgehende Beratung benötigen.

Das Co-Browsing-Tool ermöglicht es Agenten und Beratern, genau dann die nötige Unterstützung zu bieten, wenn sie gebraucht wird. Eine Sitzung lässt sich jederzeit sicher und mit niedriger Zugangsschwelle starten, damit auf die Bedürfnisse des Kunden eingegangen werden kann. Während der Sitzung können beide Seiten diskutieren, Inhalte hervorheben oder die Whiteboard-Tools nutzen, um maximale Zusammenarbeit und Kommunikation sicherzustellen. Dank rechtsgültiger Unterschriftsmöglichkeiten lassen sich zudem Konversionen leichter maximieren und der Gesamtumsatz steigern.

Sicherheit und Datenschutz für Kunden

Empfohlenes Tool: Embedded Co-Browsing

In kaum einer anderen Branche sind Sicherheit und Datenschutz so wichtig wie im Finanzsektor. Seit 2021 gibt es einen deutlichen Anstieg von Datenschutzverletzungen, der sich auf das Kundenvertrauen ausgewirkt hat. Das hat die meisten Finanzinstitute 2022 dazu bewogen, ihr Budget um 20–30 % zu erhöhen. 

Tatsache ist: Datensicherheit und Datenschutz stehen bei Instituten wie auch bei Privatpersonen ganz oben auf der Agenda. Kollaborationssitzungen können zu einer Schwachstelle werden, wenn nicht die richtigen Schutzmassnahmen getroffen werden. So verzeichnete die britische FCA 2022 einen Anstieg von Betrugsfällen mit Bildschirmfreigabe, die für Anleger und Privatpersonen einen Gesamtschaden von 25 Millionen £ verursachten. 

Ein zentraler Baustein solcher Betrugsversuche ist die Aufforderung an den Kunden, eine Bildschirmfreigabe-Software herunterzuladen, die – ohne dass er es merkt – Fernzugriff auf seinen Desktop ermöglicht. Da Unblu Co-Browsing überhaupt keinen Download erfordert, sorgt es für zusätzliche Sicherheit beim Nutzer – zusätzlich zu den strengen Security-Best-Practices, die sich in der SOC-2-Type-2-Zertifizierung und ISO 27001 widerspiegeln.

Weitere Informationen zu unseren Sicherheitspatenten finden Sie hier:

In-App-Support

Empfohlenes Tool: Co-Apping

Co-Browsing-Technologie ist die bevorzugte Lösung für sicherere Zusammenarbeit. Sie kann jedoch in unterschiedlichen Formen auftreten. In einer In-App-Umgebung ist eine browserbasierte Lösung wie Embedded Co-Browsing beispielsweise nicht unbedingt die beste Option.

Stattdessen empfiehlt sich eine native Version von Co-Browsing, die speziell für Mobile-Banking-Anwendungen oder Wealth-Profile entwickelt wurde. Mobile Co-Browsing bzw. Co-Apping, wie es genannt wird, ist hierfür die bevorzugte Lösung.

Dokumente aus der Ferne bearbeiten

Empfohlenes Tool: Document Collaboration

Auch für die sichere und interaktive Zusammenarbeit an Dokumenten gibt es die passende Lösung: Document Collaboration. Unblu Document Collaboration ermöglicht das sichere gemeinsame Teilen und Prüfen von Dokumenten zwischen Kunden und Beratern in Echtzeit – direkt innerhalb einer digitalen Sitzung. Das vereinfacht die Kommunikation, beschleunigt Entscheidungen und stellt sicher, dass sensible Informationen geschützt bleiben, ohne dass externe Tools oder Downloads nötig sind. Zusätzliche Unterschriftsfunktionen helfen dabei, die Zustimmung des Kunden rechtsgültig festzuhalten.

Ist Bildschirmfreigabe manchmal die bessere Wahl?

Auch Unblu bietet Funktionen zur Bildschirmfreigabe an. In manchen Fällen ist es sinnvoll, eine interne Anwendung mit dem Kunden zu teilen, in Echtzeit Feedback zu geben oder schnell Informationen weiterzugeben.

Unblu-Bildschirmfreigabe-Sitzungen sind sicherer als viele andere Lösungen auf dem Markt: mit automatischer Aufzeichnung der Sitzung für regulatorische Zwecke und download-freiem Zugang. Wenn die Wahl besteht, empfehlen wir jedoch stets Co-Browsing für Kundenservice- oder Beratungsszenarien, da es durchgängig verschlüsselt ist, sensible Informationen blockiert und insgesamt ein stärkeres Kundenerlebnis für visuelles Engagement und Echtzeit-Zusammenarbeit bietet.  
Benötigen Sie weitere Informationen zu Co-Browsing? Laden Sie unser Fact Sheet herunter!

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Frequently asked questions

Was ist Co-Browsing?

Co-Browsing ist eine sichere Möglichkeit, mit der Berater Kunden in Echtzeit durch eine Webseite oder mobile App führen, wobei nur Seitenelemente geteilt werden – nicht der gesamte Bildschirm. Während Self-Service das digitale Banking dominiert, bringt Co-Browsing die persönliche Note zurück, ganz ohne Downloads oder Einrichtung. Eine grosse europäische Bank erreichte mit Co-Browsing von Unblu eine Kundenzufriedenheit von 4,6/5 – ein Beleg dafür, wie diese Funktion digitale Interaktionen aufwertet. Mit Co-Browsing von Unblu schliessen Banken die Lücke zwischen Online-Self-Service und persönlicher Beratung.

Wie funktioniert Screensharing?

Beim Screensharing wird der gesamte Bildschirm oder die gesamte Anwendung eines Nutzers als Videostream übertragen. Dabei wird alles Sichtbare offengelegt – einschliesslich Benachrichtigungen, anderer Apps und sensibler Daten –, ohne Maskierung oder selektive Kontrolle. Das birgt Compliance-Risiken für regulierte Branchen. Ein grosser europäischer Versicherer hat die Bearbeitungszeiten um 100 % reduziert, nachdem er von herkömmlichem Screensharing auf die sichere, maskierte Kollaboration von Unblu umgestiegen war. Das verdeutlicht, warum die Offenlegung des gesamten Bildschirms für Finanzdienstleister ungeeignet ist.

Welche Sicherheitsrisiken birgt Screensharing?

Beim Screensharing wird der gesamte Bildschirm oder die gesamte Anwendung des Nutzers sichtbar, einschliesslich Benachrichtigungen, anderer Tabs und sensibler Informationen – ohne Maskierung oder selektive Kontrolle. Dadurch wird die versehentliche Offenlegung von Daten in regulierten Umgebungen zu einem erheblichen Compliance-Risiko. Ein globaler Vermögensverwalter hat sich für Unblu entschieden, um unsichere Kanäle zu eliminieren und vollständig compliant Kundeninteraktionen sicherzustellen. Das zeigt, warum Banken kontrollierte, datenschutzkonforme Kollaboration statt Vollbild-Screensharing brauchen.

Welche Tools gibt es für Co-Browsing?

Mit Co-Browsing können Agent und Kunde dieselbe Webseite, denselben App-Bildschirm oder dasselbe Dokument in Echtzeit ansehen und bearbeiten. Dabei werden nur freigegebene Inhalte geteilt und sensible Daten maskiert. Zu den verfügbaren Tools gehören Embedded Co-Browsing, Universal Co-Browsing, Mobile Co-Apping und Document Collaboration. Ein globaler Vermögensverwalter hat Co-Browsing für über 300 Relationship Manager in 8 Ländern eingeführt und damit die Skalierbarkeit für Grossunternehmen belegt. Mit den Co-Browsing-Funktionen von Unblu setzen Banken für jede Customer Journey das passende Kollaborationsmodell ein und wahren dabei Sicherheit und Compliance.