Das Wealth Management steht in einer sich ständig wandelnden Beziehung zur technologischen Transformation. Unternehmen und andere Finanzinstitute können ihre digitale Strategie schlicht nicht ignorieren, denn generative KI und LLMs erweisen sich als besser als der Mensch, wenn es um Effizienz, Zuverlässigkeit und andere beratungsbezogene Aufgaben geht.
Natürlich gilt, wie das World Economic Forum schreibt: „Auch wenn die Technologie bei technischen Aufgaben bald die menschliche Leistung übertreffen mag, kann sie die Empathie, die in komplexen sozialen Kontexten nötig ist, noch nicht nachbilden.“ Auch Berater werden sich dieser neuen Realität bewusst: Laut einem Bericht würden 90 % ein Unternehmen mit mangelhafter Technologie verlassen. Warum ist es dann so schwierig, Berater zur Nutzung neuer Technologien zu bewegen?
Berater und Technologie
Laut einem Artikel aus dem Jahr 2023 „gaben 93 % der Berater, die nach eigener Aussage mit modernster Technologie arbeiten, an, aufgrund schlechter Technologie bei einem Wettbewerber neue Kunden gewonnen zu haben“.
Doch obwohl Finanzberater mehr Technologie wollen, räumen sie auch ein, damit zu kämpfen. Als grösste Hürden nennen sie das Portfoliomanagement, die Integration und die Zeit, die sie für das Erlernen der Technologie aufwenden müssen.

Forbes wiederum nennt als Gründe für das Scheitern alles Erdenkliche – von der von Anfang an falschen Technologie über die Einstellung der falschen Talente bis hin zu ungeeigneten Prozessen.
Was auch immer das konkrete Problem ist: Letztlich ist es eine Frage der strategischen Planung.
Wir sind hier nicht im Hollywood-Film „Feld der Träume“, in dem gilt: „Wenn du es baust, werden sie kommen.“ Sobald Sie sicher sind, die richtige Technologie einzuführen, müssen Sie genauso viel Zeit und Energie in die Förderung der Akzeptanz investieren.
So entwickeln Sie ein erfolgreiches Akzeptanzprogramm für Berater
Es gibt nicht den einen richtigen Weg, ein Akzeptanzprogramm zu entwickeln – vieles hängt vom konkreten Kontext und von Ihrer Situation ab. Wir empfehlen, sich an Ihren Technologieanbieter zu wenden – oder noch besser: die Akzeptanzstrategie schon vor der Investitionsentscheidung zu besprechen.
Bei Unblu beispielsweise gibt es ein eigenes Services-Team, inklusive Marketing-Unterstützung, damit die Einführung unserer Lösung für die digitale Kundeninteraktion erfolgreich verläuft.
Dennoch gibt es einige allgemeine Leitlinien für den Einstieg.
Die richtige Technologie wählen
Selbstverständlich muss die gewählte Plattform zu Ihrem konkreten Anwendungsfall passen und sichere Verbindungen bieten. Dafür gibt es verschiedene Ansätze. Einer besteht darin, die Fähigkeiten der Plattform zu prüfen. Unblu bietet eine Plattform für den dialogorientierten Support mit einer grossen Auswahl an Kanälen und Berater-Tools – sowohl remote als auch vor Ort.

Doch über einzelne zeitsparende digitale Tools hinaus ist es entscheidend, dass die Plattform Einfachheit fördert. Laut einem Bericht bevorzugen 85 % einfachere Tech-Tools, die auf integrierte statt zusätzliche Funktionen setzen.
Verfügbare Integrationen prüfen
Dieser Punkt ist wichtig und verdient eigene Aufmerksamkeit. Je besser sich die Plattform in die bestehende Arbeitsweise Ihrer Finanzberater einfügt, desto höher sind die Chancen auf Akzeptanz.
Deshalb arbeiten wir mit den grössten Partnern der Branche zusammen, darunter Avaloq, Pershing, Wealth Dynamix und viele mehr. Prüfen Sie bei Ihrer Entscheidung, was Ihre Finanzberater bereits nutzen, und wählen Sie die Lösung, die sich am besten darin integrieren lässt.

Integrierte Tool-Suite
Zu den wichtigsten Integrationen mit Drittanbieter-Tools, mit denen Unblu Spark Vermögensberater unterstützt, gehören:

Integration in die Kundenansicht
Kontextbezogene Gespräche in Echtzeit lassen sich direkt in das Kunden-Dashboard einbetten und unterstützen Aktivitäten wie Portfolio-Reviews, Finanzplanung und die Verfolgung von Zielen.
Inbox-Integration
Berater können die gesamte Kommunikation über ihre zentrale Workbench oder CRM-Software verwalten – mit nahtlosem Single Sign-on (SSO) und Benachrichtigungen. Das bietet die Vertrautheit von E-Mail und gewährleistet gleichzeitig die Compliance.
Integration in die Kontoübersicht
Proaktive Kontaktaufnahme und Nachfassen werden möglich, indem Widgets wie Secure Messenger auf zentralen Seiten wie Kontoübersichten oder Transaktionshistorien eingebunden werden – so lässt sich die Kundeninteraktion genau dann anstossen, wenn sich Kunden mit ihren Daten befassen.
Erfassung von Gesprächszusammenfassungen
Nach Sprach- oder Videogesprächen können Finanzberater Unterhaltungen innerhalb der Plattform (z. B. in Secure Messenger) fortsetzen oder starten, um Entscheidungen zusammenzufassen und Dokumente zu teilen – mit einem Archivierungsdienst, der konforme Beratungsprotokolle in einem sicheren Cloud-Speicher aufbewahrt.


Co-Browsing + Messaging
Finanzberater können Co-Browsing-Sitzungen direkt aus Nachrichtenverläufen heraus starten, um Kunden beim Ausfüllen von Formularen zu helfen, sie durch komplexe Dokumente zu führen oder Angebote zu erläutern.
Secure Messenger Workflows
In vordefinierten Situationen lassen sich automatisierte Prozesse direkt aus Kundengesprächen heraus anstossen – etwa die nächsten Schritte nach der Bestätigung eines Anlagevorschlags oder eine automatisierte Identitätsprüfung mit zugehöriger Dokumentation.

Ihre Akzeptanzkampagne gestalten
So gut die Technologie auf dem Papier auch sein mag: Um die Akzeptanz zu fördern, braucht es immer eine gezielte Kampagne mit Fokus auf Kommunikation und Schulung.
Der erfolgreiche Rollout digitaler Interaktionsplattformen hängt weniger von der technischen Integration ab als davon, Verhaltensänderungen anzustossen. Entscheidend ist, diesen Wandel als strategischen Vorteil im Einklang mit Markttrends zu positionieren – und nicht als blosses Compliance-Programm. Die Geschäftsleitung muss die Erwartungen klar kommunizieren und den Wert robuster digitaler Interaktionen für das Kundenerlebnis und die betriebliche Effizienz hervorheben.
Die richtige Botschaft formulieren
Einen Slogan festlegen
Einfachheit ist entscheidend, um die Initiative zu rahmen. Entwickeln Sie einen prägnanten Kampagnenslogan, der in der gesamten internen Kommunikation prominent erscheint. Beispiele:
- „So, wie Sie immer gearbeitet haben. Nur besser.“
- „Messaging. Ganz einfach.“
- „Das Erlebnis, das Ihre Kunden verdienen.“
Kampagnenkanäle
Um neue Verhaltensweisen zu festigen, bauen Sie rund um den neuen Workflow ein internes Narrativ auf – mit Storytelling statt nur mit E-Mails oder Rundschreiben. Eine Launch-E-Mail mit dem Slogan ist ein guter Anfang, sollte aber nicht der einzige Kommunikationsweg bleiben. Ermitteln Sie die wirksamsten Kanäle, zum Beispiel:
- E-Mail-Kommunikation
- Interne Collaboration-Tools (Microsoft Teams, Slack usw.)
- Benachrichtigungen in der Plattform
- Weitere relevante Kanäle
Finanzberater befähigen
Statt Vermögens- oder Portfoliomanager mit allgemeinen Schulungen zu überfordern, sollten Sie personalisierte Lernpfade für unterschiedliche Nutzerprofile erstellen – von digitalen Vorreitern bis zu vorsichtigen Neueinsteigern. Dazu gehören:
- Praxisnahe Workshops zur Vorbereitung von Kundengesprächen, zu Software für das Portfolio-Reporting und zu weiteren relevanten Anwendungsfällen.
- Anleitungen direkt in der Plattform, während man mit der Software des Kundenportals verbunden ist.
- Kontextbezogene Tipps zu Tech-Tools für typische Anwendungsfälle (z. B. Onboarding, Tools zur Leadgenerierung, Portfolioanalyse, Serviceanfragen usw.).
- Lokale Champions, die Peer-to-Peer-Support leisten und die Akzeptanz in den Arbeitsalltag integrieren.
Momentum aufbauen
Schaffen Sie Momentum, indem Sie echte Kundenergebnisse, Erfahrungsberichte von Beratern und Nutzungskennzahlen teilen. Nutzen Sie Dashboards, damit Teamleitende die Akzeptanz verfolgen und erkennen können, wo Unterstützung oder Anreize nötig sind.
Das Programm weiterentwickeln
Das Akzeptanzprogramm muss sich mit der Zeit weiterentwickeln. Führen Sie kontinuierliche Feedbackschleifen ein – über Umfragen, Interviews mit Beratern und Erkenntnisse aus dem Helpdesk –, um Ihre Ziele zu verfolgen, das Produkt zu verfeinern und die Schulungen zu aktualisieren. So wird die Plattform von einem Pflicht-Tool zu einer natürlichen, bevorzugten Lösung.
Unblu Spark: Mehr als eine Plattform – ein Partner
Die Plattform Unblu Spark ist ein unverzichtbares digitales Tool für moderne Vermögensverwalter und private Finanzinstitute – gerade angesichts zunehmender Betrugsrisiken, Datenschutzbedenken und regulatorischer Anforderungen. Die Frage ist nicht, ob man eine solche Technologie einführt, sondern wann.
Eine erfolgreiche Einführung geht jedoch über die Technologie hinaus. Die verfügbaren Integrationen und die Strategien nach der Einführung sind ebenso entscheidend, um Akzeptanz und Effizienz der Berater zu steigern – und letztlich stärkere, vertrauensvolle Kundenbeziehungen zu fördern.
Da jedes Unternehmen einzigartig ist, genügt eine Einheitskampagne nicht. Die obigen Empfehlungen umreissen die wichtigsten Elemente eines robusten Kommunikations- und Schulungsprogramms; ein wirklich massgeschneiderter Kommunikationsansatz erfordert jedoch eine enge Zusammenarbeit und laufende Unterstützung.
Wenn Sie Unblu Spark einführen und die Nutzungsraten maximieren möchten, laden Sie unser vollständiges Whitepaper zum Thema herunter.
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