Seit einigen Jahren sprechen wir über den grossen Vermögenstransfer – seit erstmals berichtet wurde, dass bis 2060 rund 60 Billionen US-Dollar von älteren auf jüngere Generationen übergehen. Seitdem ist das Thema bei jeder Diskussion über Trends, Erkenntnisse oder Best Practices für Vermögensverwalter und Privatbanken präsent.
Der Kern des Arguments: Wenn das Vermögen in die Hände jüngerer Generationen übergeht, verschieben sich auch die Erwartungen. Ob Generation X, Millennials oder sogar die älteren Vertreter der Generation Z – es gibt eine Mindesterwartung an den Service, die stark auf digitalen Kanälen beruht.
Die Zeit läuft ab
Bislang war es ein Problem der Zukunft, auf neue Kommunikationspräferenzen einzugehen. Relationship Manager und Vermögensberater blicken auf ihren soliden Kundenstamm, und es fällt schwer, die Überarbeitung der Interaktionsprozesse und den Schulungsaufwand zu rechtfertigen, die für die digitale Transformation (oder deren Ausbau) nötig sind.
Jetzt läuft diese Zeit offiziell ab.
Die aktuelle World Report Series 2025 von Capgemini, die auf Umfragen unter 6'472 HNWIs, 141 Führungskräften im Wealth Management und 1'306 RMs basiert, liefert alarmierende Ergebnisse, die auf einen Wendepunkt für Vermögensverwalter und Banken hindeuten.

Wir haben oben von einer „Mindesterwartung“ an den Service gesprochen. Das Problem ist jedoch, dass diese Mindesterwartung ziemlich hoch ist: Sie umfasst eine Vielzahl von Apps, Chat-Kanälen, interaktiven Erlebnissen und Omnichannel-Komfort. Hinzu kommen der Wunsch nach proaktiver Beratung, einem Concierge-ähnlichen Service und funktionsübergreifender Zusammenarbeit mit Family Offices und Spezialisten.
Der digitale Wandel in Zahlen
Auch hier gilt: Das ist kein „Zukunftsproblem“, sondern etwas, das wir bereits in den letzten Jahren sehen und messen können.
Allein in zwei Jahren hat sich die Verlagerung auf digitale Kanäle drastisch beschleunigt. Tatsächlich:

Und das sind nur einige der Ergebnisse. Unten sehen Sie den vollständigen Vergleich von Capgemini.


Fest steht: Da die Einführung sicherer und konformer digitaler Tools im Private Banking viel Zeit in Anspruch nimmt, muss heute investiert werden. Wer erst in zwei Jahren beginnt, läuft einem Trend hinterher, der sich bereits beschleunigt.
HNWIs der nächsten Generation werden gehen
Unternehmen, die darauf vertrauen, dass Kundenloyalität aus familiären Bindungen – oder zumindest Trägheit – sie retten wird, steht ein böses Erwachen bevor. Laut dem Capgemini-Bericht „planen 81 % der HNWIs der nächsten Generation, innerhalb von ein bis zwei Jahren nach dem Erbe den Vermögensverwalter ihrer Eltern zu wechseln“.
Die Hauptgründe dafür sind:

Die Chancen sind da
Jeder Wandel bietet Chancen für alle, die agil genug sind, sich anzupassen und voranzugehen. Der Capgemini-Bericht nennt drei strategische Ansätze, die Unternehmen und Banken verfolgen müssen, um ihren Marktanteil zu halten oder auszubauen.
Die Ergebnisse:

In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf den zweiten strategischen Ansatz und zeigen, wie sich die Erwartungen jüngerer HNWIs erfüllen lassen. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie sich die Kundenbindung durch konsistente, zeitnahe Kundeninteraktionen stärken lässt, finden Sie hier unseren Beitrag zu diesem strategischen Ansatz.
Zurück zur eigentlichen Frage: Was können Unternehmen tun, um neuen HNWIs mehr Mehrwert zu bieten?
Mit Unblu mehr Mehrwert für HNWIs der nächsten Generation schaffen
Basierend auf den im Bericht erhobenen Kundenpräferenzen gibt es eine Reihe von Kanälen und Funktionen, mit denen Unternehmen ihren Mehrwert steigern können.

1. Omnichannel-Erlebnis
Ermöglichen Sie eine sichere Interaktion über Webportal und mobile Apps – mit Chat, Video und Dokumentenaustausch über alle Kanäle hinweg.
2. Mobile-zentrierter Ansatz
Holen Sie Kunden der nächsten Generation dort ab, wo sie bereits aktiv sind. Das bedeutet ein Messaging-Erlebnis, das beliebten Apps entspricht und vertraute Benachrichtigungen nutzt – bei gleichzeitiger Sicherheit und Compliance auf Enterprise-Niveau.
3. Zusammenarbeit mit mehreren Beteiligten
Binden Sie Mitglieder des Family Office sowie Rechts- oder Steuerberater ein – alles in einem einzigen sicheren Gespräch.

Weitere Informationen zu diesen Funktionen finden Sie hier.
Fallstudie: Was moderne Wertschöpfung bewirkt
Unblu arbeitet mit einigen der grössten Privatbanken und Vermögensverwalter zusammen.
Interne Prozesse mit digitalen Kanälen verbessern

Ein Unblu-Kunde, eine Schweizer Privatbank mit über 180 Jahren Erfahrung, entschied, dass es Zeit für Veränderung war. In Zusammenarbeit mit Unblu hat die Bank:
- Rückrufe abgeschafft, die Abwicklung vereinfacht und so Beraterzeit freigesetzt.
- 1'000 RMs mit Secure Messenger, Video & Voice und Document Collaboration ausgestattet.
- sichergestellt, dass alle Gespräche konform und sicher sind – vollständig eingebettet hinter dem E-Banking-Login.
- Kundengespräche aus der Ferne und laufende Betreuung jenseits persönlicher Treffen ermöglicht.
Eine Mobile-first-Strategie umsetzen
Eine weitere renommierte Bank im Nahen Osten hat als Unblu-Kunde eine Mobile-first-Strategie eingeführt, um ihre über 170'000 Kontoinhaber in den Bereichen Retail, Wealth und Corporate besser zu betreuen.
Zu den Massnahmen gehörten:
- Einführung von Chat, Video & Voice und Mobile Co-Browsing in der mobilen App
- Ausweitung der Unblu-Funktionen auf das Private Banking, womit die App zum zentralen Kontaktpunkt für Kunden wurde
- Terminbuchung und flexible Interaktion (Video, persönliches Gespräch oder Live Chat)
Nach diesen Massnahmen stellte die Bank insgesamt mehr Komfort, weniger Reibung und gestärkte Kundenbeziehungen durch die Interaktion über die App fest.
Die digitale Transformation duldet keinen Aufschub
Die Zahlen lügen nicht: Der grosse Vermögenstransfer ist kein ferner Trend mehr, sondern längst Realität. Mit den Erwartungen müssen sich auch die Tools, Kanäle und Strategien weiterentwickeln, die Kundenbeziehungen prägen.
Für Vermögensverwalter und Privatbanken wird der Erfolg davon abhängen, ob sie ihre Kunden dort abholen, wo sie sind – auf digitalen Kanälen, die sowohl Komfort als auch echte Interaktion bieten.
Das Zeitfenster für die Anpassung wird kleiner. Vorausschauende Unternehmen richten ihre digitale Strategie bereits an diesen veränderten Anforderungen aus. Für alle anderen lautet die Frage nicht mehr, ob Veränderung nötig ist, sondern wie schnell sie gelingt.
Möchten Sie mehr erfahren?

Der nächste Schritt von Unblu

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