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Frauen besser beraten: Chancen für Vermögensverwalter

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Der Einfluss von Kundinnen in der Finanzbranche wächst. Einen Anteil an diesem immer einflussreicheren Markt zu gewinnen, stellt die traditionell von Männern dominierte Branche jedoch vor Herausforderungen. Frauen haben derzeit das Gefühl, dass ihre Ansprüche vernachlässigt werden: In einer BCG-Studie gaben 64 % der Befragten an, dass ihre Bank oder ihr Vermögensverwalter das eigene Wertversprechen verbessern müsse. Der heutige Beratungsansatz erfüllt die Erwartungen von Frauen offensichtlich nicht.

Für Vermögensverwalter und Finanzdienstleister, die erkennen, wie wichtig es ist, ihr Modell und ihr Angebot besser auf die Ansprüche von Frauen abzustimmen, könnte sich das jedoch enorm auszahlen. Angesichts der wachsenden Macht und des wachsenden Einflusses von Kundinnen sind digitale Tools und ein flexiblerer Beratungsansatz entscheidend, um diese Kundinnen zu gewinnen und zu halten – und sich so von der Konkurrenz abzuheben.

Ihre Journey vor Augen haben

Jede Frau ist einzigartig und hat einzigartige finanzielle Ziele. Unternehmen, die diese Individualität verstehen und berücksichtigen, sind am besten aufgestellt, um mit neuen, disruptiven Anbietern zu konkurrieren. Personalisierung ist im modernen Banking unverzichtbar. Services sollten auf jede einzelne Kundin und ihren spezifischen Lebensweg zugeschnitten sein, wichtige Lebensereignisse vorwegnehmen und im „Moment of Truth“ zur Stelle sein – jenen Momenten, in denen ein Unternehmen seinen Wert beweisen kann –, um ihr bei Planung und Priorisierung zu helfen. Unternehmen, die darin geschult sind, Kundeneinblicke zu nutzen, um Frauen zu deren Bedingungen zu begegnen, können einen weit besseren Service bieten.

So können Anbieter eine vertrauensvolle Beziehung zu Frauen aufbauen. Und Frauen schätzen diese persönliche Verbindung zu ihren Relationship Managern. Tatsächlich gibt ein Drittel der vermögenden Frauen an, mit Anlageexperten zusammenzuarbeiten, denen sie vertrauen – 10 % mehr als bei Männern. Frauen müssen sicher sein, dass ihre Bedürfnisse erfüllt werden – auch deshalb wechseln sie Berater und vergleichen Angebote. Tatsächlich wechseln 70 % der Frauen innerhalb eines Jahres nach dem Tod ihres Ehepartners zu einem neuen Finanzinstitut.

Auf hybride Modelle setzen

Frauen möchten ihrer Finanzberaterin oder ihrem Finanzberater vertrauen können. Zudem wollen sie fundierte Entscheidungen auf Basis aller Fakten treffen. Mit einem hybriden Service, der die Beratung um automatisierte und Self-Service-Tools ergänzt, können Banken ihren Kundinnen helfen, ihre Entscheidungen selbst in die Hand zu nehmen. Dieser hybride Ansatz kommt nicht nur den Kundinnen zugute, sondern spart dem Anbieter auch Ressourcen und Geld und schafft effizientere Abläufe.

Digital denken

Frauen schätzen es, mit ihrer Bank dann zu kommunizieren, wenn es ihnen passt – und auf die Weise, die im jeweiligen Moment am besten passt. Digitale Tools schaffen diese Flexibilität und geben Frauen jederzeit und überall Zugang zu Anlageberatung. Doch Digitalisierung ist kein Allheilmittel. Traditionelle Kommunikationswege wie Telefon oder persönliches Gespräch spielen weiterhin eine Rolle. Die Antwort liegt vielmehr in einem Omnichannel-Kundenerlebnis, das digitale und physische Kanäle verbindet. Indem Anbieter mehr Touchpoints schaffen und Frauen Wahlfreiheit geben, können sie Engagement, Zufriedenheit und Loyalität steigern.

Befähigen Sie Ihre Kundinnen

Wenn Frauen das Gefühl haben, dass ihre Bank lediglich Produkte verkauft, statt ihr finanzielles Wohlbefinden in den Mittelpunkt zu stellen, suchen sie nach einer Alternative. Unternehmen sollten deshalb auf transparente Beratung setzen, Informationsveranstaltungen und Foren zu verschiedenen Anlagemöglichkeiten für unterschiedliche Lebens- und Finanzziele anbieten und für Klarheit bei Produktdetails und Geschäftsbedingungen sorgen. Indem sie Frauen die Informationen geben, die sie für fundierte Entscheidungen brauchen, können sie Vertrauen stärken und eine dauerhafte Beziehung aufbauen.

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